Was diese Karte zeigt
Die rote Fläche ist das kartierte Brandgebiet, wie es der Copernicus Emergency Management Service aus Satellitenaufnahmen ausgewertet hat. Der Verlauf geht von einer Aufnahme zur nächsten und zeigt, wie sich das kartierte Gebiet über die Tage verändert hat. Der eingeblendete Umriss legt zum Vergleich eine Stadt an denselben Ort — flächentreu, damit die Größenordnung unmittelbar ablesbar wird.
Gezeigt wird eine Auswahl: fünf Brände, für die Copernicus eine Kartierung mit mindestens zwei Zeitschnitten veröffentlicht hat. Es brennt in Europa an mehr Orten, als hier zu sehen sind.
Wie die Angaben zu lesen sind
- Zeitangabe
- Aufnahmezeitpunkt der zugrunde liegenden Satellitenszene, nicht der Zeitpunkt der Veröffentlichung. Alle Zeiten in mitteleuropäischer Sommerzeit.
- Zeitstrahl
- Die Achse ist zeitproportional und beginnt beim gemeldeten Brandausbruch (Dreieck), nicht bei der ersten Aufnahme. Der schraffierte Abschnitt ist die Zeit zwischen Ausbruch und erster Satellitenaufnahme — dort liegt keine Kartierung vor, die Animation kann diesen Zeitraum nicht zeigen. Je nach Brand sind das mehrere Stunden bis Tage. Jeder senkrechte Strich ist eine Aufnahme; die Abstände zeigen, wie dicht kartiert wurde. Auch die Abspielgeschwindigkeit folgt diesen Abständen.
- Zwischen zwei Aufnahmen
-
Zeitangabe und Flächenzahl werden linear fortgeschrieben. Das ist eine
Darstellungshilfe, keine Messung — was zwischen zwei Überflügen geschah, ist aus
diesen Daten nicht bekannt.
Deshalb ändert sich die rote Fläche nur bei einer Aufnahme, nicht dazwischen: sie zeigt, was kartiert ist, und wächst in Stufen. Beim Überblenden läuft zusätzlich eine feine Linie über die Karte — das ist der rechnerische Weg des Umrisses von einem Stand zum nächsten. Sie kann sich auch nach innen bewegen, weil die Zwischenformen berechnet und nicht beobachtet sind; die verbrannte Fläche tut das nicht. - Flächenangabe
- Summe aller kartierten Teilflächen des jeweiligen Standes. Wie die Veränderung gezeigt wird, hängt vom Brand ab: Dominiert eine zusammenhängende Fläche, wird ihr Umriss von Stand zu Stand übergeblendet. Zerfällt der Brand in viele getrennte Flecken, wird stattdessen jeder Stand vollständig eingeblendet und bleibt liegen — ein Überblenden würde dort Stillstand vortäuschen, während die Gesamtfläche wächst. Derzeit trifft der zweite Fall auf die Mehrzahl der Brände zu.
- Wenn die Fläche sinkt
- Das kommt vor. Verbrannte Fläche verschwindet nicht wieder, die kartierte aber schon: Ein späterer Stand grenzt genauer ab und nimmt vorher mitgezählte unverbrannte Inseln heraus. Die Zahl kann deshalb fallen, während das rote Gebiet im Bild unverändert bleibt.
- Städtevergleich
- Die dunkelblaue Linie ist der Stadtumriss. Er wird an den Brandort verschoben und behält dabei seine Fläche — nicht seine Form. Weil ein Längengrad in höheren Breiten kürzer ist, wird die Ost-West-Ausdehnung korrigiert; bei weit entfernten Städten staucht das den Umriss um mehr als ein Fünftel. Er taugt als Flächenmaßstab, nicht als Stadtgrundriss. Beim Öffnen steht die Stadt, die dem Brand am nächsten liegt; über die Liste lässt sich eine andere wählen oder der Vergleich abschalten.
Quellen und Lizenzen
Brandumrisse: Copernicus EMS Rapid Mapping, © Europäische Union.
Stadtgrenzen: OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL.
Reliefkarte: Esri.
Der Programmcode dieser Anwendung steht unter der MIT-Lizenz, Quellcode auf github.com/marcomaas/fire. Die Daten stehen unter ihren eigenen Lizenzen, siehe oben — sie folgen nicht der Lizenz des Codes.
Sie beruht auf der Arbeit Yosemite Rim Fire von OpenDataCity (2013). Der Algorithmus für das Überblenden der Umrisse stammt unverändert aus jener Fassung. Datenquelle, Kartengrundlage, Gestaltung, Zeitstrahl und die zweite Darstellungsart sind 2026 entstanden, weil die damaligen Dienste abgeschaltet worden sind.
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Beispielseite.
Wer nur einen Teil der Brände zeigen will, erzeugt den passenden Code hier: Einbettung einrichten.